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ERGEBNISVORSCHLÄGE

OLG Köln, 12.03.1992 - 5 U 145/91

LEITSÄTZE

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OK-INHALT
Diese Zusammenfassung wurde automatisch mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Sie kann Fehler, Ungenauigkeiten oder Auslassungen enthalten. Bitte prüfen Sie wichtige Informationen anhand der Originalquelle.

Fazit/Kurzzusammenfassung: Das OLG Köln entschieden, dass ein Versicherungsunternehmen (VU) nicht aus gewohnheitsrechtlicher Vertrauenshaftung haften muss, wenn der Versicherungsnehmer (VN) selbst schuld ist, weil er trotz klarer Unterlagen (Antrag und Versicherungsschein) fälschlich annahm, ein bestimmtes Risiko (hier: Transportrisiko) sei mitversichert. Der Versicherungsvertreter (VV) hatte den VN nicht auf dessen Fehlvorstellung hingewiesen, doch das Gericht sah dies als nicht entscheidend an, da die Unterlagen eindeutig waren.


Zusammenfassung der Entscheidung:

a) Wer will was von wem woraus? Der Versicherungsnehmer (VN) verlangt von dem Versicherungsunternehmen (VU) Deckung für ein Transportrisiko aus einer Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung. Er berief sich darauf, dass der Versicherungsvertreter (VV) ihn nicht über den fehlenden Deckungsschutz aufgeklärt habe, obwohl dieser seine Fehlvorstellung hätte erkennen müssen.

b) Was hat das Gericht entschieden? Das OLG Köln hat entschieden, dass die gewohnheitsrechtliche Vertrauenshaftung des VU nicht greift, weil der VN sich selbst schuldig gemacht habe (Eigenverschulden). Die Unterlagen (Versicherungsanträge und -scheine) zeigten klar, dass das Transportrisiko nicht mitversichert war.

c) Begründung des Gerichts: Das Gericht argumentierte, dass die Fehlvorstellung des VN trotz unterbliebener Aufklärung durch den VV nicht zu einer Haftung des VU führe, da die Vertragsdokumente eindeutig den fehlenden Deckungsschutz für das Transportrisiko erkennen ließen. Somit überwiege das Eigenverschulden des VN, der die Unterlagen hätte prüfen müssen.

KI INHALT
"Keine Vertrauenshaftung des VU bei klarer Erkennbarkeit des nicht gedeckten Risikos im Versicherungsschein, selbst bei Fehlvorstellung des VN."
ENTSCHEIDUNGSNAME
STICHWORT
Aufklärungspflicht des VV
Ausschluss der Vertrauenshaftung durch Eigenverschulden
FUNDSTELLE
Schaden-Praxis 92, 289 LS
NORM
§ 86 Abs. 3 HGB
§ 10 a Abs. 2 Satz 1 AKB
§ 11 Abs. 3 Satz 1 AKB
§ 242 BGB
REDAKTION
Evers
GERICHT
OLG Köln
SPRUCHTYP
Urteil
DATUM
12.03.1992
AKTENZEICHEN
5 U 145/91
ECLI
LIEFERUNG
01.10.2000
ÄNDERUNG
22.10.2018