Im Streitfall hat der Senat angenommen, dass der Versicherungsvermittler aufgrund Geschäftsbesorgungsvertrages hafte, ohne Feststellungen dazu zu treffen, ob er als VM oder VV tätig war. Das begegnet Bedenken. Der VV wird vom VU mit der Vermittlung betraut, während der VM im Auftrag des VN tätig wird. Der VV ist ständig von einem oder mehreren Versicherern betraut und hat gemäß §§ 92 Abs. 2, 86 Abs. 1, 2. HS HGB die Interessen des oder der vertretenen VU wahrzunehmen. Er wird als Erfüllungsgehilfe des VU tätig. Die vertragliche Bindung zum Versicherer schließt im Regelfall aus, dass sich der VV geschäftsbesorgungsvertraglich gegenüber dem VN bindet, was seine Abschluss- und Vermittlungstätigkeit bezogen auf Versicherungen anbelangt. Der VM schließt mit dem VN einen Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Maßgabe, dass er abweichend von § 99 HGB entsprechend der Handelsübung die Provision vom VU erhält. Der VV hätte nur nach den Grundsätzen einer Eigenhaftung des Vertreters in Anspruch genommen werden können oder wegen Verschuldens bei Vertragsschluss. Aus diesem Grunde hätte der Senat klären müssen, ob der Vermittler als VV oder VM tätig war.
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