Fazit/Kurzzusammenfassung:
Das OVG Münster entschied am 15.10.1997 (Az. 4 A 4806/95), dass die Arbeitsstätten-Richtlinie 6/1, 3 "Raumtemperaturen" in ihrer Nr. 2.1 Buchst. e (Mindesttemperatur von +19°C für Verkaufsräume) nicht anwendbar ist, da sie die körperliche Beanspruchung der Arbeitnehmer nicht berücksichtigt.
Im Detail:
a) Wer will was von wem woraus?
Unklar aus dem Auszug, aber typischerweise geht es um einen Rechtsstreit zwischen einem Arbeitgeber (oder einer Behörde) und Arbeitnehmern/Vertretungen, die die Einhaltung der Richtlinie (hier: Mindesttemperatur in Verkaufsräumen) fordern. Die Richtlinie selbst ist eine normative Grundlage für Arbeitsbedingungen.
b) Entscheidung des Gerichts:
Das Gericht erklärte die spezifische Regelung (Nr. 2.1 Buchst. e) für nicht anwendbar, da sie die körperliche Beanspruchung der Beschäftigten ignoriert.
c) Begründung:
Die festgelegte Temperatur von +19°C sei unzureichend, weil sie die tatsächlichen körperlichen Belastungen der Arbeitnehmer in Verkaufsräumen (z. B. Stehen, Bewegung) nicht berücksichtige. Die Richtlinie sei daher in diesem Punkt unvollständig und könne nicht als verbindliche Grundlage dienen.
Hinweis: Für eine vollständige Analyse fehlen Details zum Kläger/Beklagten und zum konkreten Sachverhalt. Die Zusammenfassung basiert auf den gegebenen Entscheidungsgründen.