Revisionsentscheidung BFH, 14.05.2014 - XI R 13/11 -; Der Senat hat die Revision gemäß § 115 Abs. 2 Nr. 1 und 2 FGO zugelassen. [147] Auch vor dem Hintergrund der immensen wirtschaftlichen Folgen nicht nur im Streitfall erachtet der Senat es für angezeigt, dass der BFH seine Rechtsprechung weiter präzisiert und damit den betroffenen Unternehmen ggf. für die Zukunft Gelegenheit, sich darauf einzustellen; insbesondere weiter klärungsbedürftig sieht der Senat die Frage an, wo die Grenze zwischen bloßer Sacharbeit und Vermittlungstätigkeit verläuft, zumal sich in der Praxis nach wie vor Abgrenzungsprobleme ergeben und es nach wie vor unklar ist, welche Qualität die Nachweis- oder Kontaktaufnahmetätigkeit erreichen muss, um steuerfrei sein zu können, und inwieweit die Erfolgsabhängigkeit der Vergütung im Urteilssachverhalt der Entscheidung des BFH vom 28.05.2009 (- V R 7/08 -) Auswirkungen auf das Urteil hatte. [148] Welches genau "spezifische und wesentliche“ Elemente einer steuerfreien Vermittlungstätigkeit sind, ist bislang vom EuGH noch nicht abschließend festgelegt. Insbesondere wurde bislang noch nicht entschieden, ob auch einzelne Aufgaben, die innerhalb einer Vertriebsorganisation grundsätzlich dem Hauptvermittler unterliegen, unter den Anwendungsbereich der Steuerbefreiungsvorschriften fallen können, soweit sie isoliert von einer konkreten Akquisitionstätigkeit erbracht werden. [149] Unabhängig von den vorgenannten Erwägungen sieht der Senat auch Klärungsbedarf in der Frage, in welchem Umfang die Ausführungen des BFH im Urteil vom 09.07.1998 (- V R 62/97 - BFHE 187, 56 = BStBl. II 99, 253) ihre Gültigkeit für den mehrstufigen Vertrieb noch haben. Der BFH hat sich im Urteil vom 30.10.2008 (V R 44/07, BStBl. II 09, 554) mit dieser Frage nicht beschäftigt.
zu der Entscheidung vgl. die Besprechung von Franz, BB 11, 2141
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