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Fazit/Kurzzusammenfassung: Der Bundesfinanzhof (BFH) entscheidet, dass ein Handelsvertreter (HV), der seinen Gewinn nach § 4 Abs. 3 EStG ermittelt, Bewirtungsaufwendungen nicht nur durch eine geordnete Belegsammlung, sondern durch gesonderte Aufzeichnungen nach § 4 Abs. 4 EStG 1977 nachweisen muss.
Zusammenfassung der Entscheidung:
a) Wer will was von wem woraus? Ein Handelsvertreter (HV), der seinen Gewinn nach der Einnahmen-Überschuss-Rechnung (§ 4 Abs. 3 EStG) ermittelt, wird vom Finanzamt zur getrennten Aufzeichnung von Bewirtungsaufwendungen nach § 4 Abs. 4 EStG 1977 verpflichtet. Der HV hatte die Aufwendungen lediglich durch eine geordnete Belegsammlung dokumentiert, was das Finanzamt als unzureichend ansah.
b) Was hat das Gericht entschieden? Der BFH bestätigt die Auffassung des Finanzamts: Die reine Belegsammlung reicht nicht aus, um die gesetzliche Aufzeichnungspflicht für Bewirtungsaufwendungen zu erfüllen. Stattdessen sind gesonderte Aufzeichnungen (entweder getrennt oder in einer speziellen Aufwendungsaufzeichnung) erforderlich.
c) Begründung des Gerichts: Das Gericht stützt sich auf den Wortlaut des § 4 Abs. 4 EStG 1977, der für bestimmte Ausgaben (wie Bewirtungskosten) eine explizite Aufzeichnungspflicht vorsieht. Eine bloße Belegsammlung genügt dieser Pflicht nicht, da sie keine systematische und lückenlose Erfassung der Aufwendungen gewährleistet. Die Norm verlangt vielmehr eine aktive Dokumentation, die über die reine Sammelung von Belegen hinausgeht.