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Fazit/Kurzzusammenfassung: Das Schweizer Bundesgericht entschied, dass ein Agent nicht vertragsbrüchig handelt, wenn er sich weigert, mit einer neu geschaffenen Verkaufsorganisation der Auftraggeberin zusammenzuarbeiten, da die Weisungsbefugnisse des Auftraggebers im Agenturvertrag trotz Treuepflicht des Agenten eng begrenzt sind.
Zusammenfassung der Entscheidung:
a) Wer will was von wem woraus? Die Auftraggeberin (Prinzessin) verlangte von ihrem Agenten die Zusammenarbeit mit einer von ihr neu geschaffenen Verkaufsorganisation. Der Agent weigerte sich, woraufhin die Auftraggeberin den Agenturvertrag fristlos auflösen wollte, mit der Begründung, der Agent habe gegen seine Treuepflicht verstoßen.
b) Was hat das Gericht entschieden? Das Bundesgericht verneinte eine Vertragsverletzung durch den Agenten und bestätigte, dass die fristlose Auflösung des Vertrags nicht gerechtfertigt war.
c) Begründung des Gerichts: Das Gericht führte aus, dass zwar eine Treuepflicht des Agenten bestehe, die Weisungsbefugnisse der Auftraggeberin im Agenturvertrag jedoch eng begrenzt seien. Die Weigerung des Agenten, mit der neuen Verkaufsorganisation zusammenzuarbeiten, stelle daher keine Vertragsverletzung dar. Die Entscheidung stützt sich auf die Auslegung der vertraglichen Pflichten und die Abwägung der Interessen beider Parteien (E. 4.4 und 4.5).