Vorinstanz FG Düsseldorf, 23.03.2006 - 8 K 3816/03 G -
In der Entscheidung befasst sich der BFH mit den in der Praxis nicht seltenen Fällen einer Fortführung einer einzelunternehmerisch vom HV geführten Handelsvertretung durch eine vom Einzelunternehmer gegründete HV-GmbH, die die nach dem HVV für den U geschuldete Tätigkeit aufnimmt. Dabei geht es um die Frage, ob eine spätere Ausgleichszahlung, die der U mit Rücksicht auf die Beendigung des HVV an den Gesellschafter-Geschäftsführer der HV-GmbH leistet der GewSt zu unterwerfen ist. Dies wäre nach Ansicht des Senats nur möglich, wenn sich in tatsächlicher Hinsicht feststellen ließe, dass die Ausgleichsforderung tatsächlich dem Gesellschafter-Geschäftsführer zusteht und dieser nach Aufnahme der Tätigkeit der HV-GmbH weiterhin ein Einzelunternehmen als "inaktiver" Hauptvertreter betrieben hat (LS 5). Hat der AA demgegenüber zivilrechtlich nicht dem (ehemaligen) Einzelunternehmer, sondern der von ihm beherrschten HV-GmbH zugestanden, läge in einer im Einverständnis mit der HV-GmbH vorgenommenen Auszahlung des AA an den Gesellschafter-Geschäftsführer eine verdeckte Gewinnausschüttung (LS 9).
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