vgl. dazu auch BFH, 28.07.1977 LS m.w.N.
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Fazit/Kurzzusammenfassung: Der BFH hat entschieden, dass ein Versicherungsvertreter (VV) nur dann als unselbstständig gilt, wenn er in das Unternehmen einer Versicherungsgesellschaft eingegliedert ist. Arbeitet er für mehrere Gesellschaften, liegt eine solche Eingliederung regelmäßig nicht vor.
Zusammenfassung der Entscheidung:
a) Wer will was von wem woraus? Ein Versicherungsvertreter (VV) streitet mit dem Finanzamt darüber, ob seine Tätigkeit als selbstständig oder unselbstständig einzuordnen ist. Das Finanzamt geht von einer unselbstständigen Tätigkeit aus, was steuerrechtliche Folgen hat (z. B. Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit statt aus Gewerbebetrieb). Der VV wendet ein, er sei selbstständig, da er für mehrere Versicherungsgesellschaften arbeite.
b) Was hat das Gericht entschieden? Der Bundesfinanzhof (BFH) hat klargestellt, dass die Selbstständigkeit eines VV davon abhängt, ob er in das Unternehmen einer Versicherungsgesellschaft eingegliedert ist. Wenn der VV für mehrere Versicherungsgesellschaften tätig ist, liegt eine solche Eingliederung in der Regel nicht vor – der VV ist dann selbstständig.
c) Begründung des Gerichts: Das Gericht argumentiert, dass eine Eingliederung in ein Unternehmen typischerweise eine enge Bindung an einen Arbeitgeber voraussetzt. Bei Tätigkeit für mehrere Gesellschaften fehlt es an dieser exclusiven Bindung, sodass die Annahme einer unselbstständigen Beschäftigung nicht gerechtfertigt ist. Die Selbstständigkeit des VV wird daher bejaht.