Dieses Gutachten ist vom LG Stuttgart, 21.12.1955 - Nationaler Krankenversicherungsverein -, in einem Rechtsstreit eingeholt worden, der mit dem Revisionsurteil des BGH vom 04.05.1959 - Nationaler Krankenversicherungsverein - entschieden wurde. Über die Berufung gegen das Urteil des LG hat das OLG Stuttgart unter dem 26.03.1957 - Nationaler Krankenversicherungsverein - entschieden; vgl. dazu auch Anm. 7.6 zu LG Osnabrück, 10.08.2001 - AachenMünchener 2 -
Das LG hat beschlossen, Beweis zu erheben über die folgenden Behauptungen des VV:
Die eigentlichen Abschlussprovisionen stellen nicht die volle Gegenleistung für die Vertragsvermittlung in der Krankenversicherung dar. Das kann schon deshalb nicht der Fall sein, weil die mit dem Abschluss verbundenen Aufwendungen in der Regel höher sind, als die vier Monatsbeiträge, die als Abschlussprovision vom beklagten VU gewährt werden. Ein angemessener Nutzen für die Vermittlung von Versicherungsverträgen ergibt sich für den VV erst aus dem Inkassogeschäft, so dass damit feststeht, dass die Inkassoprovision - mindestens zum Teil - als Abschlussfolgeprovision zu gelten hat.
Ferner sollte Beweis erhoben werden über die nachstehende Behauptung des VU:
Die vom VU gezahlte Abschlussprovision entspricht den auch bei anderen VU entsprechenden üblichen und angemessenen Sätzen. Die Inkassoprovision ist reine Tätigkeitsvergütung. Sie enthält weder ganz noch teilweise eine Abschlussfolgeprovision.
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