Die Entscheidung behandelt die Frage des AA eines HV, der online Abonnementverträge gegen Einmalprovision für einen U vermittelt hat, der als Hauptvertreter von den jeweiligen Verlagen mit der Zuführung von Abonnenten betraut war. Dem Untervertreter war es vertraglich untersagt, die Daten der geworbenen Abonnementkunden für sich selbst nutzen. Die Kammer hat dem HV den AA versagt. Dass dem HV keine Folgeprovisionen zustünden, stehe der ausnahmsweisen Zuerkennung eines AA zwar nicht entgegen. Ein Ausnahmefall sei aber nicht gegeben, da dem HV bei Fortführung des HVV wegen der Verwertung der Daten der vom HV geworbenen Kunden kein Anspruch gegen den U hätte geltend machen können. Dabei komme es nicht darauf an, ob der U die Adressen der geworbenen Kunden verkaufe oder für Zweit- oder Drittabokampagnen mit den Kunden verwerte (LS 8). Soweit der Untervertreter seine Ausgleichsberechtigung aus Zweit- und Drittabschlüssen der geworbenen Abonnenten herleite, habe er diese Abschlüsse über die Plattform nicht dargelegt (LS 18). Seine pauschalen Behauptungen seien unzureichend und es sei dem U unzumutbar, seinerseits zu dieser Menge an Folgegeschäft vorzutragen (LS 19). Im Übrigen sei das Merkmal der Unternehmervorteile i.S. des § 89 b Abs. 1 Satz 1 HGB weder im Hinblick auf die Kundenadressen erfüllt (LS 20), noch wegen des Umstandes, dass der U dem HV eine Schlüsselkraft abgeworben habe, um mit dieser die vom Untervertreter betriebene online Abonnentenwerbung selbst zu übernehmen (LS 28). Schließlich verneint die Entscheidung auch mittelbare Vorteile, die nach Ansicht des Untervertreters daraus entstehen sollen, dass eine Schwestergesellschaft des Hauptvertreters die Verwaltung der Abonnementverträge gegen Entgelt übernimmt (LS 30).
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