Vorinstanz LG München I, 04.09.2019 - 10 O 13395/18 -
Der Senat schreibt die Spruchpraxis verschiedener Obergerichte fort, wonach dem VU eine Nachbearbeitungspflicht auch im Falle der Kündigung des VN obliegen soll (LS 3, 8). Eine Begründung hierfür liefert er nicht. Das ist insofern bemerkenswert, als der VN mit der Kündigung ein ihm versicherungsvertraglich von vornherein vorbehaltenes Recht ausübt. Aus diesem Grunde fehlt es an einer abweichenden Ausführung des Geschäfts i.S. des § 87 a Abs. 3 Satz 1 HGB, weil die Ausführung des Geschäfts insoweit von vornherein auflösend bedingt war (vgl. BGH, 11.10.1990 LS 2 - Dämmplatten -). Deshalb kann die "Nachbearbeitungspflicht" jedenfalls nicht auf die Norm des § 87 a Abs. 3 Satz 1 HGB gestützt werden (Anm. 1.1 zu OLG Hamm, 24.10.1955).
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